Stärkung der Kapazitäten kommunaler Techniker für die Energiewende durch lokale GoGREEN-Initiativen
Die Planung und Umsetzung der für die Energiewende in den Kommunen der Europäischen Union erforderlichen Pläne und Projekte stellen für viele Kommunalbeamte relativ neue Aufgaben dar, denen häufig die spezifische Ausbildung in diesen Bereichen fehlt. Dies führt zu einer zusätzlichen Belastung ihres Arbeitsalltags und kann in der Praxis zu Überlastung führen und die Qualität ihrer Arbeit gefährden.
Die Europäische Kommission ist sich dieser und anderer Herausforderungen für die Kommunen bewusst und unterstützt daher mehrere Projekte, die über das Programm finanziert werden. LIFE Energiewende Programm mit dem Ziel, den Übergang auf lokaler Ebene aus verschiedenen Perspektiven zu erleichtern.
Eine dieser Initiativen ist die europäische Projekt Local GoGREENDas Projekt zielt darauf ab, die lokalen Behörden zu befähigen und ihre Kapazitäten zu stärken, um ehrgeizige kurz- und mittelfristige Pläne zu entwerfen, umzusetzen und zu überwachen, um die Energiewende zu beschleunigen und die Klimaziele für 2030 zu erreichen.
Um dies zu erreichen, hat Local GoGREEN ein transnationales Ökosystem für den Wissensaustausch geschaffen, das nachhaltige Energiegemeinschaften durch Kapazitätsaufbau, partizipative Entscheidungsfindung und kollaborative Maßnahmen unterstützt, die sich auf die Entwicklung und Umsetzung integrierter Klima- und Energiepläne konzentrieren.
Das Projekt umfasst Vertreter aus Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Spanien, Estland und Italien. Gemeinden aus allen teilnehmenden Ländern außer Estland profitieren direkt von der Initiative. In Spanien sind die Projektpartner die Gemeinde Ponferrada und die [Name der Gemeinde fehlt]. Asociación de Empresas de Eficiencia Energéwtica (A3E).
Die von der Universität Tartu (Estland) koordinierten Schulungsaktivitäten werden größtenteils von A3E durchgeführt, die gemeinsame Projektinhalte zu den Themen Projektfinanzierung, Energieeffizienz in Gebäuden und Ausbau erneuerbarer Energiequellen erarbeitet hat.
Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projekts Schulungsmaterialien zu den Themen nachhaltiger Verkehr und Elektromobilität, Flächennutzungsplanung zur Steigerung der Kohlendioxidaufnahme und Abfallverwertung zur Energiegewinnung entwickelt.
Um den Zugriff auf diese Inhalte zu erleichtern, Online-Trainingsplattform Es wurde eine Plattform geschaffen, die Lehrmaterialien, thematische Videovorträge mit Untertiteln in allen Sprachen der Partnerstädte sowie eine Webinarreihe der Projektmitglieder zu praxisnahen Fallbeispielen der Schulungsthemen zusammenfasst. Alle im Rahmen des Projekts erstellten Materialien sind frei zugänglich und kostenlos.
Ein wichtiger Bestandteil der Schulungsmaßnahmen waren die Präsenzveranstaltungen in den sechs am Projekt beteiligten Gemeinden. Diese 25-stündigen Schulungen umfassten alle thematischen Bereiche des Projekts sowie Themen von besonderer lokaler Relevanz.
Im Fall von Ponferrada befassten sich die Sitzungen mit nachhaltiger Mobilität, Energieeffizienz von Gebäuden, dem Ausbau erneuerbarer Energien in Städten, Energiedienstleistungsunternehmen und der Verwendung von Energiesparzertifikaten (CAEs) als Mechanismus zur Monetarisierung von Energieeffizienzinvestitionen der Gemeinden.
An den Präsenzschulungen, die im September 2025 in Ponferrada stattfanden, nahmen Techniker der Stadtverwaltung aus verschiedenen Abteilungen sowie gewählte Vertreter des Gemeinderats teil. Neben den Trainern von A3E wirkten auch Vertreter der Regionalen Energieagentur Kastilien-León (EREN) sowie der Unternehmen FERROVIAL und ESIPE mit. Die logistische Unterstützung erfolgte durch die Abteilungen Umwelt und Innovation der Stadt Ponferrada.
Guillermo J. Escobar, CEM und CMVP
